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geschrieben von SERGEJ KERN

Fernreisefahrzeug  - oder doch nicht?

Die Hälfte meine Webseite handelt von Fernreisefahrzeugen und einen großen Teil meiner Freizeit beschäftige ich mich mit der Planung von Fernreisemobilen. Auf den ersten Blick scheint es deshalb fraglich ob ein solcher Artikel hier am richtigen Platz ist. Soweit ich weiß gibt es zu genau diesem Thema noch keinen Artikel; das ist eigentlich seltsam. Die Gemeinde der Overlander ist klein und ist man erst mal in der Szene ist die Entscheidung meist schon gefallen. Zweifel scheint es keine zu geben, aber obwohl ich selbst eine Webseite zu Fernreisemobilen schreibe habe ich selbst Zweifel, also wieso redet niemand darüber? Es gibt so Vieles, dass ich mit einem Fernreisefahrzeug nicht machen kann und es gibt auch so Vieles das ich ohne nicht erleben kann. Die Entscheidung für ein Fernreisefahrzeug, sei es nun ein Geländewagen, ein leichter oder sogar ein großer LKW, ist für fast alle mit nicht unerheblichem finanziellem Aufwand verbunden. Eine solche Investition verpflichtet zur Nutzung. Man kann so vieles und schönes mit einem Fernreisefahrzeug machen und trotzdem sind die Einsatzmöglichkeiten auch sehr beschränkt, deshalb habe ich mir die Frage gestellt: „Wie passen meine Pläne von Wüstennächten im Expeditionsmobil und denen vom Inselhopping in Südostasien zusammen?“ – Die Antwort ist: Erst mal gar nicht. Das eine und auch das andere zu verwirklichen ist gar nicht so schwer, aber ich möchte beides. Ich bin jetzt 25, beende in einem Jahr mein Studium und arbeite von dann als Lehrer. Ein Job bei dem ich mehr Ferien haben werde als in vielen anderen Berufen. Die Liste der Traumziele ist lang und viele kann man nicht, oder nur sehr schwer mit einem Fernreisefahrzeug erreichen. Dann das nächste große Problem: Es gibt nicht einmal ein Fahrzeug, dass zu allen „Autoreisen“ passt. Baut bzw. kauft man sich einen LKW kann man damit nur die großen Straßen bereisen, z.B. ist das Hinterland Korsika’s sehr schön, aber für LKW nicht zu befahren. Fährt man einen Landcruiser und verbringt 3 Wochen Urlaub im Regen hat man im Fahrzeug nicht einmal Platz um zwei Schritte zu machen. Ich muss ja gar nicht so schwarzmalen, allein das geringe Gewicht, das man in einem PKW mitführen kann zwingt einem regelmäßigen Aufenthalten in der Zivilisation um Wasser und Lebensmittel auffüllen zu können. Viele PKWreisende berichten, dass ihr persönliches Gepäck in einer kleinen Kiste Platz finden muss. Ich könnte noch Seitenlang so weiterschreiben, beginnt man erst einmal zu Zweifeln, dann fallen sofort viele Nachteile ein. Die Antwort scheint klar: Ein so teures Fahrzeug eignet sich nicht um die komplette Schönheit der Welt bereisen zu können. Die Vorteile von Fernreisefahrzeugen sind aber genauso greifbar wie ihre Nachteile. Einsame Sandstrände, Plätze abseits der üblichen Touristenrouten, die Freiheit überall hin fahren zu können, als dass scheint ohne Allradwohnmobil viel schwerer erreichbar als mit. Was ist als die Lösung? Ein Fernreisefahrzeug ohne die Verpflichtung es nutzen zu müssen, damit so etwas möglich wird, muss man sich weit von den astronomischen Preisen der Hersteller von Fernreisemobilen entfernen. 20.000€ scheinen mir ein Budget, das mir den Urlaub nicht versaut wenn ich mal ohne Fahrzeug unterwegs bin. Jetzt bleibt also die Frage, wie bekomme ich ein Fernreisefahrzeug wie ich es mir vorstelle für diesen Preis? Wahrscheinlich erst mal gar nicht.